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Man muss sich entweder sehr viel Mühe geben oder gar keine - Das ist die Botschaft der Mode heutzutage.

Entscheidest du dich eher für ein kompliziertes Arrangement von Stoffen, Mustern und Stilen, „Layering“ oder aber beschränkst du dich lieber auf die bequemen Kleidungsstücke? - Die konturenlose Bluse, der Rollkragenpullover, der wadenlange Hosenrock, die weite Leinenhose, die flachen Pantoletten. 

Dieser Trend zur Gemütlichkeit ist nicht neu, aber er hat seit diesem Sommer einen neuen Namen und neue Role Models. Menocore heißt er. In dem Wort stecken die Begriffe Menopause und Hardcore: Der harte Kern trägt Wechseljahre-Chic.

Geprägt wurde der Begriff durch einen Text von Harling Ross auf dem US-amerikanischen Modeblog The Man Repeller, als Stilvorbilder rief sie insbesondere Diane Keaton aus. Wegen ihrer Best-Ager-Looks aus dem Film Was das Herz begehrt.

Die Welt der „High Fashion“ öffnet sich einem vielfältigeren Frauenbild, doch hinter Menocore stecken nicht der Laufsteg und schon gar nicht die männlichen Designer. Der Look ist das Ergebnis einer Entwicklung, die von Frauen auf der Straße losgetreten und anschließend von Instagram - Userinnen mit Selbstvermarktungstalent geschickt in Szene gesetzt wurde.

Vor Menocore gab es den Trend namens Normcore. So nennt man es, wenn sich der Konsument auf übergroße T-Shirts, eine Alternative zu Skinny Jeans und schlichte Baumwolljacken beschränkt. So unauffällig wie möglich zu erscheinen, galt es. Der Hang zur Formlosigkeit hat wahrscheinlich wesentlich dazu beigetragen, dass Menocore die Marktreife von Unisexkollektionen beschleunigt hat.

Wer ein einfarbiges T-shirt trägt, geht entweder in der Masse unter oder unterstützt die Botschaft selbstbewusst zu sein, da man nicht auf sich aufmerksam machen möchte. 

Wo kommt das T Shirt eigentlich her?

Das Crew-Neck-T-Shirt, das Rundhals-T-Shirt, gibt es in dieser Form seit 1932. Es wurde damals als Unterwäsche für American-Football-Player entworfen, um Schweiß zu absorbieren und vor den Schulterpolstern zu schützen. Später übernahm das US-Militär das Shirt in sein Programm, dort wurde es unter der Uniform getragen, bevor es zur allgemeinen Unterwäsche wurde. Das T-Shirt als eigenständiges Kleidungsstück wurde berühmt durch Hollywoodfilme wie "Der Wilde" mit Marlon Brando von 1953 und später durch James Dean in "…denn sie wissen nicht, was sie tun" von 1955.  

Es gibt inzwischen keine Luxusfirma mehr, die nicht eine eigene T-Shirt-Kollektion anbietet. Die Preise können dabei bis zu 800 Euro hoch sein. Teilweise wird Kaschmir oder Seide verarbeitet. Der Impuls kam im Frühling 2016 vom Laufsteg der Luxusmarken. Gucci, Beispielsweise, kommt mit der Produktion seiner T-Shirts (350 Euro pro Stück) nicht mehr hinterher.

Damit der Look auch funktioniert, gibt es ein paar Regeln zu beachten:

# Das T Shirt darf nicht zu eng oder kurz sein. Diese Saison ist es regulär, gerade geschnitten. Das klassische Crew-Neck - T Shirt !

# Der Fokus des T Shirts liegt auf der Körpermitte. Und damit wird die Hose zum Mittelpunkt des Looks. Außerdem: Der Hosenbund sollte höher sein, als zum Beispiel bei Jeanshosen, damit das T Shirt nicht ständig herausrutscht. Hosen mit Bundfalten oder Knöpfen - schöne spielerische Details, sind ausschlaggebend für das perfekte T-shirt Outfit.

# Das T Shirt steckt man zunächst in die Hose, um es dann wieder ein wenig heraus zu lupfen.

FAZIT

T Shirts könnten diese Saison diverser nicht sein. Kaschmir und Seide sind neben der klassischen Baumwolle neue Materialien, die vermehrt Verwendung finden. Nachteil: Es treibt die Preise teils enorm in die Höhe, beweist aber auch, welcher Stellenwert T-Shirts jetzt in der High Fashion Industrie haben.

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by Lorena Winkler

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